Das Schweizer Fernsehen an der Medienorientierung . . .

Zahlreiche Medien fanden den Weg nach Aesch zur Domaine Nussbaumer, um sich über den neuesten Stand der vom Frost geschädigten Reben informieren zu lassen. Darunter Radio SRF und Fernsehen SRF (Bericht vom SRF Schweiz aktuell – hier), Radio Basilik sowie die wichtigen Zeitungen der Region.


Nach der Begrüssung durch Paul Leisi, stellte der Aescher Rebwärter Ueli Bänninger die Aescher Rebgemeinde vor, die flächenmässig grösste im Kanton Baselland.


Entsprechend befinden sich in Aesch auch viele grössere Weinbaubetriebe (4), aber auch viele Klein- und Hobbywinzer (ca. 30). Mit über 30 Rebsorten wächst hier eine interessante Vielfalt von Trauben heran, die später von den Profi-Kelterern zu spannenden Sortenweinen, Assemblagen und Spezialitäten ausgebaut werden.


Rebbaukommissär Andreas Buser beschrieb nochmals die unerfreuliche Geschichte der durch Frost von Ende April 2017 geschädigten Reben. Er stellte fest, dass Reben in der Winterruhe zwar Temperaturen von über -20°C noch ertragen, aber sobald die Triebe zu wachsen beginnen, werden Temperaturen unter Null zum Risiko. So wurden vor allem die Nordwestschweizer Rebbauern mit mit einem Ernteausfall von mehr als 80% wesentlich mehr „bestraft“ als Betriebe in der übrigen Schweiz.


Von Seiten der Weinkellereien beschrieb Thomas Engel die eingefahrenen Verluste: Fehlende Trauben bescherten leere Weintänke und -fässer, eingeschränkte Beschäftigungsmöglichkeit für Angestellte sowie die Suche nach Wein aus anderen Weingebieten. Die „Weinreserven“ – vor allem beim Roten – werden das Verlustjahr vermutlich verkraften können. Von der kleinen Rotweinernte 2017 wurde viel als „Blanc de Noir“ oder Sekt weiter verarbeitet.


Im Rebberg mussten die Pflegemassnahmen aufrechterhalten werden: Pflanzenschutz, Laubarbeit und Bodenpflege. So erläuterte dies Urs Jauslin, der selbst durch den Frost stark betroffen wurde. Zwar gäbe es neu nebst der Hagelschutzversicherung auch eine Frostversicherung, aber die ist sehr teuer und könne, je nach Selbstbehalt, recht hoch zu Buche schlagen.


Zum Abschluss stellte der Gastgeber für die diesjährige Herbst-Medienorientierung, Antoine Kaufmann, seinen vor gut einem Jahr erworbenen Betrieb, die Domaine Nussbaumer vor. Er will den Betrieb bis spätestens 2019 auf die Bio-Knospe und bis 2020 auf Demeter umgestellt haben.

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