Top-News an der Rebwärter-Tagung . . .

Antworten auf viele Fragen …

Nach einer kurzen Begrüssung durch Rebkommissär Andreas Buser gings durch’s Programm (3 Std. kurzgefasst):

Ueli Bänniger: Der Rebenschnitt nach dem Frost vom letzten Jahr wird heuer bei jedem Rebstock zur Suche nach geeigneten gut verholzten Trieben aus der Reserve vom letzten Schnitt. Im schlimmsten Fall muss halt auf Wasserschosse oder auf Triebe vom Alten Bogen zurückgegriffen werden. Für den Wiederaufbau vertraut man auf blinde Augen beim Austrieb.

Urs Jauslin: Für Weinbauern, die ausschliesslich von ihren Reben und dem selbstgekelterten Wein abhängig sind, kann sich eine Frostversicherung lohnen. Er selbst hat sich dazu entschieden. Voraussetzung ist, dass der Betrieb bereits Hagel-versichert ist. Letzter Anmeldetermin für 2018 ist Ende Februar. Interessierte sollten einen Agenten der Hagelschutzversicherung beiziehen.

Raymond Sommer: „Unser“ Weinbau Zentrum in Wädenswil ist am 1. Januar gestartet. Ca. 10 Personen sind im Labor im Weinkeller und in der Administration tätig. Finanziell oder technisch unterstützt wird das WBZW u.a. durch Agroscope, ZHWZ, BDW und Auftraggeber (z.B Labor, Oenologie).

Franco Weibel: Mit „AGRO Form“ ist ein Projekt am Anlaufen, das eine grenzüberschreitende, regionale Zusammenarbeit aufbaut. Das Elsass, Südbaden und die Kantone BL, BS, SO, AG sind darin vertreten. Für unser Verbandsgebiet wird der Kontakt durch eine Teilzeit-Angestellte aufrecht erhalten. Die Finanzierung erfolgt durch öffentliche Gelder. Ziele sind: grenzüberschreitende Verbreitung alternativer und innovativer Produktionsmethoden, zum Beispiel beim Pflanzenschutz oder bei der Düngung. Das Projekt ist für alle landwirtschaftlichen Kulturen geplant.

Andreas Buser: Die Anzahl neu zugelassener PSM oder Zulassungsänderungen für Produkte im Rebbau hält sich in Grenzen.  Beim neu lancierten „Nationalen Aktionsplan Pflanzenschutz NAP“ können Winzer, sofern sie Anspruch auf Direktzahlungen vom Bund haben, durch Reduzierung/Produktewahl/Applikation beim Pflanzenschutz Beiträge kassieren. Die „Goldgelbe Vergilbung“ (Flavescence d’orée) nähert sich immer mehr unserer Region; sie lässt sich nur mit radikalen Methoden unter Kontrolle halten. Auch von anderen, eher bürokratischen Themen war die Rede: Weinbauverordnung, Traubenpass-Änderungen, Kellereivorschriften usw. usw.

Ausführliche Informationen zu erwähnten Themen hat Andreas Buser auf die Homepage LZE gestellt,

Merkblätter hier zitierter oder anderer Beschreibungen/Diskussionen können ebenfalls von der Homepage LZE heruntergeladen werden.