Weil kurz vorher ein happiges Gewitter über Sissach niederging, erwarteten uns bei tropischer Hitze die Organisatoren und der Präsident Paul Leisi am Treffpunkt in Sissach. Wohltuend der kühle Riesling-Sylvaner-Apéro, offeriert von Dani Wiedmer. Nach der Begrüssung durch Paul Leisi beschrieb uns uns Dani Wiedmer das aufstrebende Zentrumsdorf Sissach, wo Weintrinken vermutlich viel billiger als Wohnen ist.

Das Weindorf Sissach war vor über 100 Jahren flächenmässig einmal die grösste Weinbaugemeinde des Baselbiets, heute ist sie noch die viertgrösste. „Nur“ noch 7 Weinproduzenten bewirtschaften die etwas über 10 ha Rebflächen.

Claudia Grazioli begrüsste uns auf ihrem Hof „Fluhberg“ (früher Frei Heiri). Die 2-Generationen-Familie bewirschaftet hier einen grossen, vielfältigen Obst- und Weinbaubetrieb. Ihr feiner Sauvignon Blanc und die wunderbare Aussicht auf die Jurakette überzeugte die Rebgang-Teilnehmer.

Ausführlich lieferte wiederum Andreas Buser die Informationen über die vergangenen Wetterperioden und deren Einfluss auf den heutigen Zustand von Rebstöcken und deren Früchten – die Trauben. Nur – das Wetter allein macht noch keinen Wein, es braucht die aufmerksame Pflege des Rebbergs und die seriöse Kelterung der Weine im Keller. Ein hohes Risiko stellt nach wie vor die KEF dar. Nach wie vor wird vom Ebenrain ein Monitoring aufrechterhalten und die Weinproduzenten werden per E-Mail informiert. Zum Abschluss erwähnt Andreas Buser noch den rechtzeitigen und „erfolgreich erzwungenen“ Abschluss der Geo-Referenzierungs-Arbeiten durch den Ebenrain.

Nach einem Fussmarsch in heissschwüler Atmosphäre trafen wir bei der Familie Imhof auf dem Kienberghof ein. Dieter, Jeannette und Janina begrüssten uns – dieses Mal mit einem erfrischenden Rosé.

Dieter beschrieb uns seinen facettenreichen Betrieb: Weinbau, Obstbau, Schafe und Gastronomie. Weinbau ist der wichtigste Betriebszweig und dank seiner „nachrückenden“ Tochter Janina (ausgebildete Önologin) eine ausbaufähige und bestimmt lohnenswerte Perspektive. Der Obstbau wird sich dort halten, wo noch Geld zu verdienen ist. Nach einer grossen Investition in den gelungenen Ausbau der Feldscheune sind Gastronomie-Anlässe eine wichtige (aber auch notwendige!) Einnehmequelle geworden. Die Schafe bewirtschaften die Naturweiden und sind Fleischlieferanten für Anlässe und Weiterverkauf.

Mit einem währschaften Nachtessen bei einem Glas Rotwein fand der Tag schlussendlich einen wunderbaren Abschluss.

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