Potential von innovativen, neuen Rebsorten

Montag, 9. März 2020 im „Tagungscenter Coop“ in Muttenz.


Auf Initiative der Weinproduzent/innen wurde der Hauptfokus innerhalb des Projekts auf den Erfahrungsaustausch und mit den neuen, widerstandsfähigeren Rebsorten gelegt. Neue Rebsorten haben grosses Potential hinsichtlich Reduktion von Pflanzenschutzmitteln, sind aber bei den Konsumentinnen und Konsumenten oft noch weitgehend unbekannt. Der Weinhandel befürchtet aufgrund des eher geringen Bekanntheitsgrades eine mangelnde Nachfrage. Viele Weinbauern scheuen sich deshalb, neue Sorten zu pflanzen. Auf der Konsumentenseite jedoch steigt die Nachfrage nach weniger Pflanzenschutz stetig, aber auch nach neuen, ungewohnten Weinaromen. Ziel der Veranstaltung war, zur Verringerung dieser Diskrepanz beizutragen.

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Unter der Federführung von Helena Roemer und Claude Chiquet sowie mit finanzieller Unterstützung von Ebenrain und des Verbandes der Weinproduzenten Region Basel/Solothurn fand ein angeregter Degustations-Nachmittag statt.

Rund 50 Teilnehmer aus der weiteren Region der Nordwestschweiz (und Gäste) sowie die anwesende Presse (siehe die Zeitungsartikel ganz unten dieses Beitrages) degustierten 28 Weinmuster von PIWI-Sorten und 4 Piraten („eingeschmuggelte“ Standard-Rebsorten).

Die für diese Degustation ausgewählten Sorten (inkl. Piraten) sind auf dem Resultatenblatt ersichtlich, unter folgendem Link: Link hier …

Eine wahre Bereicherung war der Kommentar zu den jeweils im Degu-Glas befindlichen Sorten von Martin Auer (Baumschulist aus Hallau SH). Seine hervorragenden Fachkenntnisse und Erfahrungen prägten den Nachmittag. Auch lockte er immer wieder die anwesenden Winzer aus der Offensive. Denn er interressierte sich stark für die gemachten Erfahrungen mit diesen neuen Sorten.

Beiliegendes PDF mit einer Übersicht über die wichtigsten PIWI-Sorten  hier …

Auch unsere Profis lassen sich von den neuen Aromen in den Bann ziehen. Sie kommentierten nicht nur ihre persönlichen Eindrücke zu den degustierten Weinen, sondern auch die Zunkunft dieser Weine auf einem hart umkämpften Weinmarkt. Den innovative, neue Sorten zu entwickeln und auf mehr oder weniger kleinen und lokalen Flächen anzupflanzen ist das eine. Dass aber selbst die raffiniertesten Einzelzüchtungen sich einmal im Markt behaupten oder gar traditionelle Sorten verdrängen können, sind noch gewaltige Anstrengungen notwendig.

Das Team der „Basler Zeitung“ stellte bereits am daurauffolgenden Tag einen Artikel in die Zeitung  hier ...
Und bei der „Basellandschaftlichen Zeitung“ der Artikel von Andreas Hirsbrunner  hier …