Ivan Barbic war als Degustator der „Baselbieter Weine 2020“ beteiligt (ebenfalls auch bei den Staatsweinen 2019). In seinem Kurzbericht unterstreicht er die allgemeine hohe Qualität der eingereichten und degustierten Weine wie folgt:

Die Siegerweine im Einzelnen hier …

„Die Degustation zur Kürung des «Baselbieterwein 2020» bestätigte, was das Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft im Weinlesebericht schon letzten Herbst resümierte, ein klimatisch herausforderndes Rebjahr wurde von den Baselbieter Weinproduzenten gut gemeistert.

Dies stellten insbesondere die eingereichten Weine aus den Kategorien Riesling-Sylvaner und weisse Spezialitäten unter Beweis, welche fast ausnahmslos aus dem Jahrgang 2019 stammten. Gerade die Weine aus den aromatischen Sorten Riesling-Sylvaner und Kerner scheinen von diesem Jahrgang profitiert zu haben und zeigten sich zumeist sehr sortentypisch aromatisch, mit gut eingebundener Säure, nicht zu hohen Alkoholgehalten und sehr ausgewogen. Die beiden Kategoriensieger widerspiegeln diese positiven Eigenschaften perfekt.

Die Rotweine aus den Kategorien Blauburgunder und rote Spezialitäten stammten häufig noch aus dem Jahrgang 2018, welcher ja eine historisch frühe Ernte von vollreifen und zum Teil überreifen Traubenbeeren ergab. Die daraus entstandenen Rotweine zeigen sich füllig und zuweilen sogar opulent, die Tannine sind reif und weich und die Säuregehalte eher tief und die Alkoholgehalte deutlich höher wie üblich. Zusammen mit den sehr intensiven und attraktiven Aromen von reifen Früchten macht das die Rotweine sehr zugänglich und es ist schwierig zu widerstehen, diese Rotweine nicht sofort zu geniessen, auch wenn viele von ihnen ein gehöriges Alterungspotential aufweisen. Der Jahrgang 2019 brachte Rotweine von normaler Reife hervor, die Tannine sind reif, aber spürbar, die Alkoholgehalte moderater und der Säuregehalt präsent. So ausgestattete Rotweine werden von einer gewissen Reifezeit profitieren und sich dann zugänglicher zeigen. Die Qualität der degustierten Rotweine dieses Jahrgangs ist aber überdurchschnittlich gut und sie wird den Weinliebhabern Freude bereiten.

Nicht ganz überraschend stellen zwei Rotweine aus dem Jahrgang 2018 die beiden Kategoriensieger und sie reflektieren den Jahrgang ausgezeichnet.

Der beste Blauburgunder betört mit sehr intensiven Aromen von reifen Früchten, ist geschmeidig und weich und eine wahre Gaumenfreude.

Die beste rote Spezialität, auch wieder ein Blauburgunder, ist noch vom Ausbau in grossen Holzfässern geprägt und offenbart sich nicht auf den ersten Schluck. Seine Vielschichtigkeit in der Nase und im Gaumen, sowie auch der beeindruckend lange Abgang zeigen einen grossen Rotwein, der sich mit etwas Reifezeit noch attraktiver präsentieren wird.“

IB/29.05.2020


Master of Wine – Das höchste der Weingefühle

(Quelle dieses Berichts und der Fotos: Bataillard SA)

Es ist das wichtigste und prestigeträchtigste Weindiplom, das man erreichen kann. Wer sich Master of Wine (die offizielle Abkürzung dafür lautet MW) nennen darf, ist im Olymp der Weinexperten angekommen. Weltweit gibt es gerade einmal knapp vierhundert Personen, die diesen Titel für sich beanspruchen dürfen. Zum Vergleich: Nobelpreisträger gibt es weltweit insgesamt circa 900.

Wer sich also zum erlauchten Kreis der Masters of Wine zählen darf, hat einiges dafür getan. Fünf Prüfungen gilt es dabei erfolgreich zu bestehen. Die Themen: Ausbau, Qualitätskontrolle, Marketing, kommerzielle Aspekte und allgemeines Weinwissen. Hinzu kommen drei Verkostungen, bei denen zwölf verschiedene Weine beschrieben, beurteilt und teilweise auch identifiziert werden müssen. Enzyklopädisches Wissen in Sachen Wein ist also gefragt.

Ivan Barbic hat den Titel als Master of Wine seit 2016 inne. Von seinem grossen Fachwissen rund um Wein können auch Sie profitieren. Auf unserer Website können Sie Ivan Barbic Ihre Fragen stellen und ihm durch sein spannendes Leben auf den Spuren des Weins folgen.

Ivan Barbic MW Weinkompetenz in Person

Ivan Barbic lebt seine Leidenschaft für Wein und Genuss seit früher Jugend und mit grosser Passion. Lange bevor er sich zum Master of Wine ausbildete, schloss er an der ETH Zürich sein Studium als Lebensmittelingenieur erfolgreich ab.