Die traditionelle Medienorientierung fand am 28. September im Tschäpperli statt.

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Noch sind auf diesem Betrieb nicht alle Trauben geherbstet – denn Spezialitäten wie Syrah. Muscaris oder Sauvignac dürfen noch etwas länger reifen. Zumal sie sich noch ausserordentlich gesund zeigen.

Urs Jauslin begrüsste die Medienvertreter an diesem sonnig-kühlen Montagmorgen auf dem Areal des Weinguts Tschäpperli. Es braucht nicht unbedingt viele von Ihnen – wichtig ist, dass sie unsere Informationen, Anliegen und – besonders heuer – unsere Erfolgsmeldungen zur Ernte 2020 zu Ohren zu bekommen, sie publikumswirksam umsetzen und verbreiten. Urs Jauslin bedankte sich denn auch bei den Medienvertretern für eben diese wertvolle Dienstleistung.

Ueli Bänninger stellt seinen Betrieb vor. Dass der grosse Teil seiner Reben eigentlich auf Pfeffinger Boden gedeihen und nur wenige auf Aescher Gebiet, dass muss er seinen Besuchern immer wieder klarmachen. Deshalb trinkt man hier weder Aescher noch Pfeffinger, sondern Tschäpperli Wein. Nach wie vor ist der Pinot Noir seine Hauptsorte, aber bei Neuanpflanzungen greift man gerne zu den den neuen Sorten. Allein in Aesch/Pfeffingen stehen über 30 verschiedene Traubensorten. Aesch ist mit 22 ha die grösste Rebbaugemeinde im Verbandsgebiet BS/BL/SO; davon bewirtschaftet das Tschäpperli rund 3,6 ha. Ein wichtiges Standbein des Betriebes ist auch die Lohnkelterei.

Sie fotografiert …

… sie hören zu und notieren …

… was unsere Vertreter – hier Urs Weingartner – zu berichten weiss. Seinen Informationen zufolge kann das Jahr 2020 beinahe mit dem Jahr 2018 verglichen werden. Das ganze Jahr herrschte ein für unsere Reben optimales Klima: Warm, nicht zu nass, praktisch keine Schäden durch Frost oder Hagel. Die Qualität ist sehr hochwertig. Nur vom Ertrag ist man etwas enttäuscht. Je nach Sorte werden wir mit einer Einbusse von 10-20% einer mittleren Ernte hinnehmen müssen. Das ist der grosse Unterschied zum Jahr 2018. Hier sein Bericht …

Thomas Engel äussert sich zum abgelieferten Traubengut: Gute Qualität mit hohen Oechselzahlen wurden abeliefert. Wegen Wespenfrass und bei gewissen Sorten auch wegen der Kirschessigfliege, musste etwas aufwändiger ausgesöndert werden. Aber es fehlen trotzdem einige Tonnen Trauben, d.h., einige Tänke werden wohl leer bleiben.

Hier, beim Rundgang im Barriquekeller erzählt Ueli Bänninger von den „Freuden und Leiden“ des Lohnkelterns. Nein, es braucht nicht „Nerven“, es braucht einfach viel Geduld und Zeit zum Zuhören. Jeder Posten muss gesondert behandelt, während der Vergärung täglich kontrolliert und später nach Kundenwunsch in die Flaschen abgefüllt werden. Die Kundentreue hält sehr lange an, wenn das Resultat der Kelterung immer stimmt, deshalb ist jeder gelungene Lohnkeltungsposten gleichzeitig auch ein „Referenzposten“.