AOC – Was muss auf einer Weinetikette oder Weinflasche deklariert werden?


(Quelle: Ebenrain, Andreas Buser, Januar 2019. Kenntnisstand 2019)

Die Kennzeichnung von Lebensmitteln muss an gut sichtbarer Stelle in leicht lesbarer unverwischbarer Schrift in einer Amtssprache angebracht werden.

Obligatorische Angaben:

Folgende Angaben müssen bei Schweizer-Weinen aus den Kantonen BL, BS und SO der Klassen KUB/AOC, Landwein und Tafelwein auf der Etiquette oder auf der Flasche angebracht werden (Verordnung des EDI über Getränke SR 817.022.12 / Verordnung des EDI über die Kennzeichnung und Anpreisung von Lebensmitteln (LKV) SR 817.022.21 / Mengenangabeverordnung (MeAV) SR 941.204 / BL-Verordnung über den Pflanzenbau SGS 516.31):

  1. Die Sachbezeichnung. Es muss 1 der 3 Klassen verwendet werden, der die Weine angehören können: Die zutreffende Klasse „AOC-Kantonsangabe“, die Klasse „Landwein“ inkl. geografische Herkunft oder die Klasse „Schweizer Tafelwein“.
  2. Der Name /die Firma und die Adresse
  3. Das Produktionsland, wenn es nicht aus der Adresse unter 2. hervorgeht
  4. Der Alkoholgehalt als Volumenprozent (% vol)
  5. Der Hinweis auf Bestrahlungen oder GVOs (= gentechn. veränderte Organismen), falls es der Fall ist
  6. Die Füllmenge (cl)
  7. Bei der Klasse KUB/AOC: Die Angabe der Traubensorte(n), ausser Riesling-Silvaner und Blauburgunder.
  8. Das Warenlos (z.B. „L 5“)
  9. Der Hinweis auf Stoffe und Zutaten, die Allergien auslösen können Schwefeldioxid (Sulfite) über 10 mg/Liter. Milcheiweiss, Hühnereiweiss, falls sie verwendet wurden und im Enderzeugnis nachweisbar sind. Fischeiweiss (Hausenblase) ist ausgenommen.

Wichtig: Die Punkte 1-7 müssen im gleichen Sichtfeld angebracht sein.  Erlaubte Angaben: 1. die Angabe des Jahrganges ist erlaubt, wenn der Wein zu mind. 85% aus Trauben des angegebenen Jahrgangs besteht (nicht bei Tafelwein). 2. Die Angabe der Traubensorte(n) ist erlaubt. Wenn mind. 85% des Weines von den angegebenen Sorten stammt. Die Angabe muss in mengenmässig absteigender Reihenfolge gemacht werden.

>>  Hier zu der ausführlichen Dokumentation (PDF)

>>  Hier zu der „Weinverordnung Bund“