Generalversammlung vom 4. Februar 2026
Begrüssung
Nach dem Apéro im geschmacksvoll eingerichteten, grossen Eventsaal des Schlosshofes in Pfeffingen, konnte der Präsident, Andreas Buser, die GV fast pünktlich eröffnen. Das «Begrüssungsprozedere» brauchte seine Zeit, bis alle rund 60 anwesenden Mitglieder, die Ehrenmitglieder, Sponsoren, Gastgeber und Gemeindevertreter begrüsst – und zum Schluss auch noch die zahlreichen Entschuldigten abgelesen werden mussten.
Das Gastgeber-Ehepaar Josef und Mariani Meyer bewirtschaftet das Hofgut bereits seit 31 Jahren. Vorher war dies ein Versuchsbetrieb für Pflanzenschutzmittel der Ciba Geigy.
Sepp Meyer gibt uns ein Einblick in seinen Betrieb: die substanziellen Betriebszweige sind in erster Linie Ackerbau und Viehwirtschaft. Obst- und Weinbau sind eher die Nebenzweige, zusätzlich versucht man aber, im Direktverkauf Fleisch und Wein an eine anspruchsvolle Kundschaft zu verkaufen.
Als Vertreter der Gemeinde Pfeffingen entpuppt sich Gemeinderat Martin Kaiser als gewiefter Kenner und Historiker. Die Gemeinde besitzt den Übernahmen «Pflümli», wird von rund 2400 Einwohnern bewohnt und diese profitieren erst noch vom tiefsten Steuerfuss im Kanton Baselland (45%!).
Berühmt sind in Pfeffingen die Burgen (heute Ruinen), das Pfeffinger-Forum (alljährliches Polit- und Wirtschaftsforum) sowie die Pfeffinger-Krankheit der Kirschen.
Beim Stichwort «Pfeffinger-Krankheit» schwenkt Andreas Buser gleich von den noch ausstehenden Traktanden ab und berichtet über seine intensive Forschungsarbeit in den Jahren 1984–1990 hier in Pfeffingen, die schliesslich nicht zur gänzlichen Ausrottung dieser Viruskrankheit führte, aber immerhin zu einem Doktortitel.
Anstelle des abwesenden Präsidenten Dieter von Blarer übernimmt Antoine Kaufmann den Willkommensgruss im Namen der Weingenossenschaft Aesch. Er erwähnt – mit einem gewissen Stolz auch – dass in der mit über 20 ha grössten Weinbau-Gemeinde im Kanton, bereits rund 60% Bio-Weinbau betrieben wird.
Traktandum 3 – Jahresbericht des Präsidenten
In zahlreichen und mit vielen Fotos ausgestatteten Folien gibt uns Andreas Buser einen umfassenden Rückblick auf Anlässe und Ereignisse des vergangenen Verbandsjahres 2025. Die Folien werden zu einem späteren Zeitpunkt zum Nachlesen auf der Homepage des WPV aufgeschaltet.
Traktandum 4 – Informationen aus dem Ebenrain
Bei Rebbaukommissär Urs Weingartner bewegt sich alles zwischen Superlativen, Komparativen und Negativen:
- Viert wärmstes Jahr seit Messbeginn.
- Rekordniederschläge im unteren Baselbiet.
- Die Probleme kamen erst im September (Fäulnis und Oechsle-Rückgang).
- 12% weniger Ertrag (als 10-Jahresdurchschnitt) – rund 700 Tonnen.
- Sorgen mit Zikaden, Japankäfer, KEF, asiatischen Hornissen und Berufkraut.
- Winzer INFO als informatives Instrument für Profi- und Hobby-Winzer.
Nebst vielen Aktivitäten zu Gunsten unseres Rebbaus ist es vor allem die Erarbeitung des Prüfungsverfahrens zur Erlangung der Fachbewilligung Pflanzenschutz, die auch bei den Weinbauern bis 2027 unter Dach und Fach sein muss.
Traktandum 5 – Information aus dem Branchenverband Deutschschweizer Wein (BDW)
Urs Jauslin als Delegierter des WPV, fasst die Aktivitäten dieses uns übergeordneten Verbandes wie folgt zusammen.
Der BDW …
- ist unser Interessenvertreter in Weinbau-Angelegenheiten auf schweizerischer Ebene.
- kümmert sich um Aus- und Weiterbildung, Lehrlingsbetreuung, Berufs-Werbung.
- unterstützt Promotion und Innovation, auch zusammen mit «Swiss Wine Promotion».
- überwacht die 10 Mio Franken Bundesgelder, von der aber aufgrund der massgebenden Anbauflächen nur rund 2 Mio in die Deutschschweiz gelangen. Grund genug, diese vernünftig einzusetzen.
- unterstützt das Weinbauzentrum Wädenswil, denn seine Erhaltung sollte uns wichtig sein.
Traktanden 6, 7, 8, 9 und 10
Rechnung 2025, Jahresbeiträge, Jahresprogramm 2026 und folglich auch das Budget wurden kommentarlos genehmigt. Vermutlich lag dies auch am ausgewiesenen, ansehnlichen Gewinn. Die Mutationen wurden zur Kenntnis genommen und den Verstorbenen gedenkt.
Traktandum 11
Der «immer-noch-Präsident» ist auf der Suche nach motivierten Vorstandsmitgliedern, welche dieses Amt mit derselben Freude und Begeisterung übernehmen möchten.
Tenniken 06.02.2025 / Michael Jud







